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Startseite > Flüchtlingslager

Ein '''Flüchtlingslager''' ist ein Lager, in dem e untergebracht sind. Die Bewohner der Flüchtlingslager sind vor politischer Verfolgung, Kriegen oder en, Vertreibung, aber auch vor Umweltkatastrophen und geflohen (e).

Flüchtlingslager in Europa

Deutschland

In Deutschland und anderen Ländern Europas gab es nach dem .

Die heutige Unterbringung von Flüchtlingen in Flüchtlingslagern (so genannte ''Erstaufnahmeeinrichtungen'', ''Gemeinschaftsunterkünfte'', ''Ausreiseeinrichtungen'') ist in Deutschland Teil des ''Sachleistungsprinzips'' des Asylbewerberleistungsgesetzes.

  • Grenzdurchgangs-/Notaufnahmelager Friedland im Landkreis Göttingen
seit 1945
  • Lager Moschendorf bei Hof (Saale)
bis 1957
  • Durchgangslager Rastatt
bis 1994
  • Zentrales Flüchtlings-Durchgangslager
ab 1. September 1950 Notaufnahmelager
ab 1986 Bundesnotaufnahmelager
heute Zentrale Aufnahmestelle des Landes Hessen
am 31. März 1963 geschlossen
  • Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin-Marienfelde
1953 bis 1978
  • Flüchtlingslager Flottenstraße in Berlin-Reinickendorf
- 1970
  • Zentrale Aufnahmestelle Zirndorf
seit 7. Dezember 1955
  • Zentrale Aufnahmestelle Halberstadt
  • (im Staatsforst von Wolfratshausen in Oberbayern)
1937 erbaut als Wohnsiedlung (für Zwangsarbeiter)
ab 1945 Auffanglager
ab 1951 Regierungslager für heimatlose Ausländer
offiziell 1956 aufgelöst, die letzten Bewohner verließen das Lager jedoch erst im Frühjahr 1957

Siehe auch:

Siehe auch:

Dänemark

In Dänemark kamen in den letzten Kriegswochen 250.000 Deutsche an, auf deren Unterbringung man weder von der Wehrmacht noch von der dänischen Zivilverwaltung nach der Kapitulation vorbereitet gewesen wäre. Viele dieser deutschen Flüchtlinge wurden dann in den Flüchtlingslagern in Jütland untergebracht. Zum Beispiel in dem 1945 eingerichteten , das zur Gemeinde , westlich von Silkeborg in Mitteljütland gehörte. Es wurde 1949 aufgelöst.

Liechtenstein

In Liechtenstein besteht ein Aufnahmezentrum in Vaduz; eine weitere, zeitweilige Unterkunft in Triesen wurde am 1. Juli 2016 vom Verein (FHL) in Betrieb genommen.

Österreich

  • Traiskirchen
  • St. Georgen im Attergau
  • Reichenau an der Rax
  • Bad Kreuzen

Siehe auch ''Unterbringung und Aufteilung von hilfs- und schutzbedürftigen Fremden'' ().

Ungarn

  • Debrecen (Erstaufnahmelager)
  • (Erstaufnahmelager)
  • Nagyfa (in der Nähe von Szeged)
  • (in der Nähe von Gy?r)
  • Balassagyarmat
  • (für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge)
  • Bicske (Pre-Integrationslager, vorrangig für bereits anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte)

Zudem bestehen Flüchtlingshaftanstalten in , Debrecen, Gy?r, , Kiskunhalas, Flughafen Budapest.

Angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen auf den Straßen ist es in diesem Zusammenhang von Bedeutung, dass das ?Gesetz zur Gestaltung und zum Schutz der öffentlichen Umgebung? von 2010 und die ?Vierte Neufassung der Ungarischen Verfassung? vom 11. März 2013 unter anderem eine Kriminalisierung der Obdachlosigkeit beinhalteten.

Balkan

  • In Serbien gibt es noch Flüchtlingslager in Cardak und Kalenic mit Flüchtlingen die infolge der Jugoslawienkriege, bzw. des Kosovokrieges geflohen sind.
  • Im Westen Bosniens sind im Zuge der einige Lager entlang der Balkanroute entstanden, für Flüchtlinge und Migranten, die nach Westeuropa wollen, aber nicht über die gelangen, z. B. in Vu?jak und Lipa
  • In Griechenland gibt es . Die Verhältnisse in den Lagern genügen weder UN- noch europäischen Standards.

Flüchtlingslager im Mittleren Osten

Lager für palästinensische Flüchtlinge

Die im und Sechstagekrieg geflohenen und vertriebenen wurden in 58 Flüchtlingslagern im Westjordanland und Gazastreifen, in Jordanien, Syrien und dem Libanon aufgenommen, wo sie und ihre Nachkommen teilweise bis heute leben und vom versorgt werden. Die Integration der Flüchtlinge in die Bevölkerung wurde auch in den arabischen Staaten teilweise behördlich unterbunden. Die Zelte sind zwischenzeitlich durch feste Bebauung ersetzt worden, der Begriff ?Lager? (als kurzzeitiges Provisorium) ist damit sachlich nicht mehr korrekt. Der Gebrauch dieses Begriffs ist hier mehr politischer Natur, um den ungeklärten Status der Bewohner zu verdeutlichen. Der Unterschied zu politischen Gemeinden ist jedoch, dass das Land nicht den Bewohnern gehört, sondern sich noch immer in staatlichen oder privaten Besitz befindet und nur der UNRWA zur Verwaltung überlassen ist. Es gibt daher auch keine politische Vertretung wie Gemeinderat und Bürgermeister.

Zurzeit bestehende Flüchtlingslager mit Anzahl der Bevölkerung und Jahr der Entstehung (Stand: Juli 2014):

Westjordanland

Im Westjordanland befinden sich 19 Flüchtlingslager mit 762.288 registrierten Flüchtlingen.
  • 1948, Aqabat Jaber bei Jericho (S), 6.400
  • 1948, Ein Sultan bei Jericho, 1.900
  • 1949, Far?a zwischen Nablus und dem Jordantal, 7.600
  • 1949, Fawwar bei Hebron (S), 8.000
  • 1949, Jalazoun bei Bir Zait (S), 11.000
  • 1949, Kalandia zwischen Jerusalem und Ramallah, 11.000
  • 1949, Amari bei Ramallah/Al-Bireh, 10.500
  • 1949, Deir Ammar zwischen Ramallah und Nablus, 2.400
  • 1949, Daheishe bei Bethlehem (S), 13.000
  • 1950, Aida bei Betlehem (NW), 4.700
  • 1950, Al-Arroub zwischen Bethlehem und Hebron, 10.400
  • 1950, Askar bei Nablus (NO), 15.900
  • 1950, Balata bei Nablus (O), 23.600
  • 1950, 'Azza (Beit Jibrin), 1.000
  • 1950, Ein Beit al-Ma' (Camp No. 1), 6.750
  • 1950, Tulkarem, 18.000
  • 1952, Nur Shams bei Tulkarem (O), 9.000
  • 1953, Dschenin, 16.000
  • 1965, Shu?fat bei Jerusalem (N), 11.000

Gazastreifen

Im Gazastreifen befinden sich 8 Flüchtlingslager mit 1.258.559 registrierten Flüchtlingen.
  • 1948, Al-Shati (Beach camp), 87.000
  • 1950, Bureij, 34.000
  • 1948, Dair al-Balah, 21.000
  • 1948, Dschabaliya bei Gaza (NW), 110.000
  • 1949, Khan Yunis, 72.000
  • 1949, Maghazi, 24.000
  • 1948, Nuseirat bei Gaza (S), 66.000
  • 1949, Rafah, 104.000

Jordanien

In Jordanien befinden sich 10 Flüchtlingslager mit 2.097.338 registrierten Flüchtlingen.
  • 1948, Amman New Camp (Wihdat), 51.500
  • 1948, Jebal al-Hussein, 29.000
  • 1948, Irbid, 25.000
  • 1949, Zarqa, 20.000
  • 1967, Souf, 20.000
  • 1967, Talbieh, 7.000
  • 1968, Baqa?a, 104.000
  • 1968, Jerash, 24.000
  • 1968, Husn, 22.000
  • 1968, Marka, 53.000

Libanon

Im Libanon befinden sich 12 Flüchtlingslager mit 449.957 registrierten Flüchtlingen.
  • 1948, Bourj el-Barajneh, südlicher Vorort von Beirut, 17.945
  • 1948, Ein el-Hilweh, Vorort von Sidon, 54.116
  • 1948, El-Buss, 2 km südlich Tyros, 11.254
  • 1949, Nahr al-Bared, 16 km nördlich Tripoli, 5.857
  • 1949, Schatila, 9.842 (siehe Massaker von Sabra und Schatila)
  • 1948, Wavel, bei Baalbek, 8.806
  • 1952, Mar Elias, Vorort von Beirut, 662
  • 1954, Mieh Mieh, 4 km östlich Sidon, 5,250
  • 1955, Beddawi, 5 km nördlich Tripoli, 16,500
  • 1955, Burj al-Shemali, 3 km östlich Tyros, 22.789
  • 1956, Dbayeh, 12 km östlich Beirut, 4.351
  • 1963, ar-Raschidiya, südlich Tyros, 31.478

Syrien

In Syrien befanden sich 2011 9 Flüchtlingslager (davon 3 unoffiziell *) mit 526.744 registrierten Flüchtlingen.
  • 1948, Sbeineh, 22.600
  • 1948, Neirab, 20.500
  • 1948, Dscharamana, 18.658
  • 1949, Khan Eshieh, 20.000
  • 1949, Homs, 22.000
  • 1950, Daraa, 10.000
  • 1950, Hama, 8.000
  • 1950, Chan Dunoun, 10.000
  • 1955-6, Latakia*, 10.000
  • 1957, Yarmouk*, 148.500
  • 1962, Ein El-Tal*, 6.000
  • 1967, Qabr Essit, 23.700

Lager für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge

Seit dem Beginn des Kriegs in Syrien 2011 sind mit Stand April 2018 660.000 Menschen nach Jordanien geflüchtet.
  • <2018, Zaatari, rund 80.000 (Stand April 2018)

Flüchtlingslager in Afrika

Darfur-Konflikt

  • Abushok, bei El Fasher in Nord-Darfur
  • Al Salam, bei El Fasher
  • Amboko, im Süden Tschads
  • Azburki, bei El Geneina in West-Darfur
  • Azerni, bei El Geneina
  • Gaga, Tschad
  • Kalma, bei Nyala
  • Mornei, bei El Geneina
  • Sissi, bei El Geneina
  • Tine, Darfur-Grenze in Tschad
  • Zam Zam, bei El Fasher

In Kenia bestehen die Flüchtlingslager Dadaab und Kakuma für Flüchtlinge aus Somalia, Sudan und weiteren Ländern.

Westsaharakonflikt

In der Nähe von Tindouf, Algerien befinden sich die Flüchtlingslager der aus der Westsahara geflohenen Saharauis, außerdem die Exilregierung der Frente Polisario. Dort lebten in den letzten 30 Jahren bis zu 150.000 Menschen.

Weitere

  • , Namibia

Flüchtlingslager in Asien

Aufgrund der zahlreichen Konflikte und Vertreibungen der letzten 40 Jahre leben in Afghanistan mehr zwei Millionen Menschen als Binnenvertriebene im eigenen Land, darunter Hunderttausende Kinder. In Kabul und Umgebung lebten Ende 2017 schätzungsweise 65.000 Menschen in mehr als 60 Flüchtlingslagern, die in der Vergangenheit durch humanitäre Organisationen unterstützt wurden. 2014 brach die Hilfe jedoch ein, da die EU-Nothilfeagentur ECHO diese als reguläre Slums einstufte.

Im Iran und Pakistan leben zahlreiche Flüchtlinge aus dem benachbarten Afghanistan in Flüchtlingslagern wie Nasir Bagh in Pakistan.

In Thailand leben viele Flüchtlinge aus den benachbarten Staaten in Lagern nahe der Grenze. Das größte ist das Mae La Lager im Amphoe Tha Song Yang.

Australien

Flüchtlingslager als Kriegsressource

In den heutigen Kriegen und denen der jüngeren Geschichte können Flüchtlingslager auch eine wichtige Kriegsressource für teilnehmende Gruppen darstellen. Sie können dadurch, dass konstant Gelder und Ressourcen aus dem Ausland in das Kriegsgebiet fließen, zu einem Bestandteil der Kriegsökonomie werden. Davon können Kriegsparteien, welche die Umgebung der Lager kontrollieren, auf folgende Weise profitieren:
  • Die Versorgung der eigenen Truppen mit Nahrung und Medikamenten durch internationale Hilfslieferungen, da selbige üblicherweise auch die Verteilung kontrollieren
  • Einnahmen durch an den Zufahrtsstraßen erhobene Zölle. Einnahmen durch Verkauf der durch internationale Hilfslieferungen in das Lager gekommenen Güter (Nahrungsmittel, Medikamente usw.)
  • Geschütztes Rückzugsgebiet für verwundete Kämpfer

Literatur

  • Michel Agier: '''', in: ''Zeithistorische Forschungen'' 15 (2018), S. 498?508.
  • Dar al Janub (Hrsg.): ''? und wo ist Palästina? Eine Reise in die palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon.'' Wien 2006, ISBN 3-9502184-0-8.
  • Bernhard Mann: ''Politische Flüchtlinge. Sozialberatung in Sammelunterkünften und Fragen zur gesellschaftlichen Integration.'' Mit einem Vorwort eines Vertreters des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-88129-725-1.

Einzelnachweise

Weblinks